250 Jahre USA - Mythos und Wirklichkeit
Beilage: Beiträge vom Marxistischen Ratschlag und Karl Liebknecht
250 Jahre USA: Das ist kein Jubiläum der Freiheit, sondern Anlass, einen der wirkmächtigsten
politischen Mythen unserer Zeit aus linker Perspektive zu kritisieren. Während der Spiegel in seiner Sonderausgabe »250 Jahre USA« das Land als Heldengeschichte von Demokratie, Aufstieg und nationaler Größe feiert, geht es in dieser Ausgabe der Marxistischen Blätter um die verdrängte Bilanz: Kolonialismus, Sklaverei, Landraub, Klassenkrieg und imperiale Expansion – also um das, was im Hochglanzformat höchstens als »Schattenseite« erscheint.
Schon die Amerikanische Revolution war kein Freiheitsakt, sondern ein bürgerlicher Umbruch, getragen von Kaufleuten, Pflanzern und kolonialen Eliten, die sich von britischen Fesseln lösen wollten. Wo der Spiegel schweigt, sprechen unsere Beiträge von der Klassenspaltung dieser »Freiheit« und den damit verbundenen Kämpfen.
